Information | Details |
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Edikt: | Versteigerung (07.05.2025) |
Gericht - Aktenzeichen: | BG Wolfsberg (770) - 9 E 5/24h |
Liegenschaftsadresse: | 9431 St. Stefan im Lavanttal St. Marein 15, Streckerwirt |
Kategorie: | gewerbliche Liegenschaft |
Objektbezeichnung: | Objekt 1 |
Beschreibung: | Die Gastwirtschaft Streckerwirt mit der angeschlossenen Landwirtschaft befindet sich im alten Ortszentrum von St. Marein direkt an der St. Mareiner Gemeindestraße rund 3 km südlich von Wolfsberg. A) WOHN- UND GASTHAUS Das dreigeschossige Objekt wurde bereits vor der Jahrhundertwende (1900) errichtet und letztmalig 2006 im Zuge der Sitzterrassenüberdachung umgebaut. 2005 wurde die Heizung des gesamten Gebäudes umgestellt und auf die Hackschnitzelheizung vom Nebengebäude angeschlossen. Vor etwa 50 Jahren wurden die Kellerdecken vom Gastraum und vom Extrastüberl durch Filigrandecken ersetzt und damals wahrscheinlich auch die heutige Bauausführung mit der immer noch vorhandenen Einrichtung vom Gastraum hergestellt. Die Betriebsstättengenehmigung für die Gastwirtschaft von der BH Wolfsberg liegt noch unverändert laut Konzessionsdekret vom 16.01.1979 vor. Der Anschluss an die Kanalisationsanlage erfolgte 1980. Im Keller sind ein Erdgasanschluss von der Kelag, die Ausschank-Kompressoren, die Installationen sowie der Wasseranschluss der Stadtwerke installiert. Der Fußboden vom Keller an der Südseite wurde um 1975 um eine Stufe abgesenkt und mit Ziegelplatten gepflastert. Die Außenabmessungen des Gebäudes betragen rund 19,78 m x 11,46 m. Unterkellert ist lediglich der Westtrakt unter dem Extrastüberl, dem Gastzimmer und teilweise unter der Küche. Stellenweise ist im Keller noch der Bauschutt vom Gewölbeabbruch und vom Bodenaushub abgelagert. Das gesamte Erdgeschoss (EG) wird für die Gastwirtschaft genutzt, wobei der Stiegenaufgang ins Obergeschoss (OG) offen ausgebildet ist. Im OG und auch im DG sind nunmehr nur noch privat genutzte Wohnräume vorhanden. Die Wohnnutzfläche im DG beträgt rund 148 m², die Wohnnutzfläche im OG rund 180 m². Die Gastwirtschaftsräume im EG weisen eine Gesamtfläche von rund 166 m² auf. Der Keller hat eine Größe von rund 80 m². B) PRESSHAUS Das östlich vom Gasthaus situierte sogenannte Presshaus ist im Obergeschoss (OG) mit einer ca. 6 m langen Holzbrücke mit diesem verbunden. Dies stellte die Gasthausverbindung zum ehemals im OG des Presshauses vorhandenen Tanzboden dar. Dieser ist inzwischen wie die Gasthausräumlichkeiten im OG des Hauptgebäudes stillgelegt. Sowohl das Dach als auch der Stiegenzugang ins Dachgeschoss sind bereits desolat und stellenweise sogar einsturzgefährdet. Im Erdgeschoss (EG) sind die teilweise mit Gewölbedecken ausgeführten Arbeits-, Kühl- und Lagerräume für die Fleisch- und Wurstverarbeitung untergebracht. Von dort aus ist auch der Abgang zum Mostkeller vorhanden. An der EG-Nordseite ist ein Garagenraum angebaut, wobei im hinteren Raumbereich die Mostpresse installiert ist. Der Füllbehälter befindet sich im darüberliegenden Dachgeschoss vom offenen Spitzboden. Der Zugang zum Obergeschoss ist über eine baufällige Außenstiege ebenerdig von der Ostseite der oberen Hoffläche gegeben. Nur der alte Bautrakt mit den Gewölbedecken ist in einer Gebäudebreite von rund 8 m unterkellert. Das Errichtungsalter des Presshauses liegt wahrscheinlich auch bereits vor 1900 . Das Gebäude ist wie die Gastwirtschaft mit einem relativ steilen Krüppelwalmdach eingedeckt und weist die Außenabmessungen von ca. 12,20 m x 12,80 m auf. Die Nutzfläche (NF) vom Mostkeller beläuft sich auf rund 61 m². Die Kühl- und Arbeitsräume im EG weisen eine Gesamtnutzfläche von rund 55 m² auf. Die an der Nordseite angebaute Garage besitzt eine Größe von rund 45 m² NF. Das Obergeschoss mit 83 m² NF dient nur noch als Lager- und Abstellfläche. C) WIRTSCHAFTSGEBÄUDE Das Wirtschaftsgebäude dürfte im Kern ähnlich alt sein wie das Gasthaus. Es befindet sich an der Nordwestseite des Hofes und ist mit dem Stalltrakt fast direkt an der Straßengrundgrenze situiert. Das dreigeschossige Gebäude weist eine Länge von rund 25 m und eine Breite von rund 18,5 m auf. Der alte Haupttrakt mit dem Viehstall befindet sich im unteren Bereich und besitzt eine Gewölbedecke. Die Gebäudebreite vom Alttrakt beträgt rund 9 m. Der Alttrakt ist auf die gesamte Länge von rund 25 m mit einem steilen Krüppelwalmdach versehen und dreigeschossig ausgebildet. Die Tennenauffahrt an der oberen Hofseite ist mit einem Satteldach versehen, die restlichen Anbauten mit Pultdächern abgedeckt. Der Fahrsilo mit dem anschließenden Hackschnitzellager an der Nordostseite ist als offene Flugdachkonstruktion mit 4 m Breite und rund 13 m Länge ausgebildet. Im Südosttrakt sind die Arbeits- und Schlachträume, der Schweinestallzubau sowie der Heizraum untergebracht. Die Nebenräume vom ehemaligen Viehstall beinhalten an der Nordseite die Futter- und die Milchkammer sowie diverse Abstellräume. Dieser Trakt ist baufällig bzw. „verdreckt“. 1979 erfolgte der Rinderstallumbau. Danach wurde der Schweinestall umgebaut und ein Schlachtraum errichtet. Darüber wurde eine neue Tennenauffahrt hergestellt. An der Nordostseite wurde im Jahre 1998 der Fahrsilo mit rund 4 m Breite angebaut. Der Schweinestall hat ca. 72 m², der ehemalige Viehstall besitzt eine Nutzfläche von ca. 137 m². Die übrigen Räume sind bis auf den Fahrsilo und das Hackgutlager sowie den Heizraum und den Schlachtraum mehr oder weniger unbewirtschaftet und dienen großteils nur noch als Lagerräume. Die Gesamtnutzfläche im EG beläuft sich auf rund 323 m². Die darüberliegenden Tennenräume weisen eine Nutzfläche von rund 382 m² auf. D) WAGENHÜTTE Die an der östlichen Grundgrenze vom oberen Hofareal situierte Wagenhütte weist eine Länge von rund 13,20 m und eine Breite von rund 7,20 m auf. Das gesamte Gebäude ist mit einem steilen Satteldach versehen und nicht unterkellert. Die Nutzfläche des Gebäudes beläuft sich insgesamt auf rund 90 m². Auch von diesem Gebäude gibt es keine Baubewilligung und keinen Bauplan. E) HOLZHÜTTE Die im südlichen Hofbereich situierte Holzhütte steht mehr oder weniger auch fast an der Grundstücksgrenze. Die hofseitig offene Hütte weist eine Länge von rund 10,50 m und eine Breite von rund 3,85 m auf. Die Nutzfläche der drei offenen Unterstellboxen beläuft sich auf rund 40 m². Das in Holzkonstruktionsbauweise ausgeführte Gebäude ist mit einem flachen Pultdach versehen und mit Welleternitplatten eingedeckt. |
Grundstücksgröße: | 3.963 m² |
Objektgröße: | 536,00 m² |
Schätzwert: | 530.000,00 |
geringstes Gebot: | 265.000,00 |
Vadium: | 53.000,00 |
mitzuversteigerndes Zubehör: | Im Erdgeschoss des Wirtschaftsgebäudes ist im Schweinestalltrakt die zentrale Hackschnitzelanlage mit zwei 800 l großen Pufferspeichern installiert. Es handelt sich bei der Anlage um eine Sommerauer Lindner Anlage mit der Kesseltype SL49T und einer Nennheizleistung von 49 kW. Vom Heizraum sind die Wärmeversorgungsleitungen über den Rinderstall hin in den Keller zum Gasthaus verlegt. Die Heizungsverteilung selbst findet dann im KG des Gasthauses statt. Beim ehemaligen Fahrsilo wurde ein Teil abgetrennt und das Hackgutlager mit in etwa 50 bis 60 m³ hergestellt. Daneben ist an der Außenwand ein Schiedel-Abgasfang aus Niro-Rohren aufgestellt. |
Wert des Zubehörs: | 15.000,00 |
Langgutachten: |
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Lageplan: |
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Grundriss: |
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Fotos: |
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